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Energie- und Ressourceneffizienz von Rechenzentren (E2R21)

Call for Paper

Rechenzentren sind zu einem unverzichtbaren Bestandteil des täglichen Lebens geworden. Wenn komplexe Applikationen auf Smartphones initiiert werden können, werden die Berechnungen in Rechenzentren durchgeführt. Egal ob wir im Internet suchen, die Wettervorhersage herunterladen, oder einfach nur beim Lieferservice bestellen. Auch die Wissenschaft verlässt sich in ihrer täglichen Arbeit auf Rechenzentren. So sind datenintensives High-Performance- (HPC) und Cloud-Computing bereits in die täglichen Routinen der Wissenschaftler:innen integriert. Das gilt natürlich auch für die Umweltwissenschaften, wo Anwendungen und Simulationen für unterschiedlichste Aspekte in Rechenzentren ausgeführt werden. Gleichzeitig müssen die Umwelteinflüsse durch den Betrieb der Rechenzentren betrachtet werden. Die zu erwartenden Rechen- und Speicherkapazitäten übertreffen vielerorts die zur Verfügung stehenden Ressourcen zum Betrieb selbiger und erfordern mehr denn je eine ökologisch, ökonomisch, sozial aber auch technologisch ausgerichtete Entwicklung.

Die Möglichkeiten, die heutige Rechenzentren bieten, haben einen Preis. So ist der Betrieb mancherorts vergleichbar mit dem Energieverbrauch einer Kleinstadt. Durch den Einsatz energieeffizienterer Systeme im Hinblick auf Leistung pro Rechenoperationen (Watt/FLOPS) sind aber auch schon heute leistungsfähigere und umweltverträglichere Systeme realisierbar. Neben der primären Kühlung steht auch die Weiterverwendung der entstehenden Abwärme im Fokus, sowie die Optimierung der eingesetzten Energie. Hierbei kommen immer öfter Algorithmen des maschinellen Lernens zum Einsatz um den Datenfluss der Sensoren auch in Echtzeit zu verarbeiten. Und schließlich führen vergleichsweise kurze Lebenszyklen von Systemen, welche durch energieeffizientere und zeitgleich leistungsfähigere regelmäßig ersetzte werden, zu einer Belastung durch die Herstellung und Entsorgung der Hardware, welche erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt haben können.

Durch diese Faktoren ist der Betrieb von Rechenzentren nicht nur finanziell aufwändig, sondern vor allem komplex, betreibt man diese möglichst Ressourcen-effizient. Optimierungen sind dabei nicht nur essentiell für die Steigerung der wirtschaftlichen Nachhaltigkeit, sondern bieten auch Vorteile für die Umwelt.

Flexible Architekturen für die Gestaltung von Rechenzentren, Hybride Ansätze bei der Kühlung und Skalierbarkeit neuer, effizienterer Technologien sind nur einige Themenfelder, die in diesem Workshop diskutiert werden sollen. Die Themen umfassen daher, sind aber nicht beschränkt auf:

  • Green-IT und Software
  • Ressourcenschutz durch Einsatz intelligenter Technologien und künstlicher Intelligenz
  • Optimierung der Energieeffizienz von Systemen
  • Sensoren für die Überwachung des Systembetriebs
  • Maschinellem Lernen zur Vorhersage und Steuerung des Energieverbrauchs in Echtzeit
  • Effiziente Infrastrukturen der Gebäude und hybride Kühlungstechnologien
  • Sekundärnutzung der Abwärme und integrierte Fernwärme Systeme
  • Skalierbare, hybride und flexible System-Architekturen
  • Modelle zur Bewertung der Energie- und Ressourceneffizienz

Wir begrüßen ausdrücklich darüber hinaus gehende Beiträge, die dem Grundgedanken des Workshops aufgreifen. Full Papers wie auch Short Papers werden in Vorträgen mit anschließender Diskussion vorgestellt.

Wichtige Termine

Einreichungsfrist für Paper/Workshopbeiträge:        30. April 2021

Benachrichtigung über die Annahme:                       17. Mai 2021

Einreichungsfrist für Beiträge für GI-Edition

Lecture Notes in Informatics (LNI):                           30. Juni 2021

Deadline Input Programmheft:                                  31. Juli 2021

Workshop-Termin:                                                     27. September bis 1. Oktober 2021

 

Richtlinien für die Einreichung

Autor:innen sind eingeladen, Workshop-Beiträge (Full Paper 8-10 Seiten und Short Paper 4-6 Seiten) für eine mündliche Präsentation einzureichen. Als Formatvorlage, die für den Tagungsband verwendet werden muss, gilt die Vorlage für die LNI der GI. Um ein einheitliches Erscheinungsbild des Tagungsbandes zu gewährleisten, werden alle Beiträge bevorzugt im LaTeX-Format entgegengenommen. Beiträge sollten zur Peer-Review Begutachtung im PDF-Format bei EasyChair eingereicht werden.

Die Beiträge müssen dabei sowohl im PDF-Format als auch in einem editierbaren Quellformat zur Verfügung gestellt werden. Zusammen mit dem jeweiligen Beitrag ist außerdem die Rechtseinräumung für Autoren einzureichen. Voraussetzung für die Einreichung und Veröffentlichung ist eine kostenpflichtige Registrierung zur Tagung.

Veröffentlichung

Der Tagungsband wird ausschließlich online zur Verfügung stehen. Abstracts der akzeptierten Einreichungen, die in den Workshops vorgestellt und diskutiert werden, erscheinen im Vorfeld der Tagung zunächst im Programmheft. Die finalen Einreichungen werden im Tagungsband veröffentlicht, der als Band 308 der Veröffentlichungsreihe GI-Edition: Lecture Notes in Informatics (LNI) erscheinen wird. Die Formatvorlagen finden Sie hier (unter den Richtlinien für Autoren). Der Tagungsband wird ausschließlich digital zur Verfügung stehen. Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch. Die Autoren haben die Möglichkeit, ihre Einreichungen basierend auf dem Feedback aus den Workshops bis zur Einreichungsfrist für den finalen Tagungsband zu überarbeiten.

Workshop-Leitung

Maximilian Höb, Dieter Kranzlmüller

maximilian.hoeb@lrz.de
Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Boltzmannstraße 1, 85748 Garching bei München und
Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), Oettingenstraße 67, 80538 München

Der Workshop wird aktiv von der Fachgruppe Umweltinformatik der Gesellschaft für Informatik sowie der Beratungsstelle nachhaltige Informations- und Kommunikationstechnik (Green-IT) des Umweltbundesamts unterstützt.